Ein Font (deutsch: Schriftart, Schriftfont) ist eine digitale Datei, die alle Zeichen einer Schriftart in einem bestimmten Stil und Schriftschnitt enthält — zum Beispiel „Arial Regular", „Arial Bold" oder „Arial Italic". In der Drucktechnik ist der Begriff besonders relevant, weil Fonts entweder im Drucker selbst gespeichert sind (sogenannte Geräteschriften) oder mit dem Druckauftrag mitgeschickt werden (eingebettete Fonts).
Moderne Laserdrucker und Multifunktionsgeräte haben eine Auswahl an Geräteschriften (Resident Fonts) fest im internen Speicher — typischerweise 45–80 PCL-Fonts plus PostScript-kompatible Standardschriften. Wenn ein Druckauftrag eine Schrift verwendet, die der Drucker nicht kennt, muss der Druckertreiber die Font-Daten mitsenden (Font-Download) oder eine Ersatzschrift substituieren.
Für den Bürobetrieb bedeutet das: Wer auf korrekte Schriftdarstellung angewiesen ist — etwa bei Corporate-Identity-konformen Ausdrucken oder beim Druck von Dokumenten mit Sonderzeichen (Arabisch, Griechisch, Symbole) — sollte darauf achten, dass entweder die Schriften eingebettet werden (PDF-Export) oder der Drucker die benötigten Fonts unterstützt. Bei PostScript-Druckern ist die Schriftgenauigkeit generell höher als bei reinen PCL-Geräten.
Praxis & Kontext
Im professionellen Druckbereich unterscheidet man drei Font-Typen: TrueType (TTF/TTC — Standard in Windows und macOS, flexibel, für Office-Dokumente üblich), OpenType (OTF — moderner Standard mit erweiterten typografischen Features und Unicode-Vollabdeckung, für professionellen Satz bevorzugt) und Type 1/PostScript (älteres Adobe-Format, in Produktionsdrucker-Umgebungen noch verbreitet). In PDFs sollten Fonts stets eingebettet sein — dann druckt jeder Drucker exakt dasselbe Bild, unabhängig von seiner eigenen Font-Ausstattung.
Im Bürobetrieb entsteht das häufigste Font-Problem beim Druck aus Microsoft Word oder PowerPoint: Fehlt dem Drucker eine im Dokument genutzte Schrift, ersetzt Windows sie automatisch durch eine ähnliche — mit leicht abweichendem Zeichenabstand, was Zeilenumbrüche und Seitenumbrüche verschiebt. Lösung: Dokument als PDF exportieren (Datei → Speichern unter → PDF) mit aktivierter Option „Schriftarten einbetten" — dann druckt der Drucker immer das Original-Layout.
Häufige Stolpersteine
Beim Druck aus dem Browser werden Webfonts (WOFF/WOFF2) oft nicht korrekt an den Drucker übergeben — der Browser rendert in ein Bitmap-Bild statt Vektorkurven. Ergebnis: unscharf oder verpixelt. Lösung: Seite als PDF speichern, dann aus Adobe Acrobat drucken. Außerdem: Corporate-Identity-Schriften sind oft lizenzpflichtig — das Einbetten in PDFs ist durch die Lizenz meist erlaubt, das Hochladen als Geräteschrift auf Firmen-Drucker erfordert eine „Server-Lizenz", die teurer sein kann.
Synonyme & andere Schreibweisen: Schriftart, Schriftfont, Typeface, Schriftschnitt