Die Papiergrößennorm — international als ISO 216 bekannt, in Deutschland als DIN 476 — legt die genormten Maße von Papier fest, die weltweit im Büro-, Druck- und Kopierbetrieb gelten. Ihre Kernidee: Jedes Format in der A-Reihe hat exakt das Seitenverhältnis 1:√2 (ungefähr 1:1,414). Das bedeutet, ein Blatt halbiert oder verdoppelt exakt das nächste Format — ohne Beschnitt oder Rand.
Die Norm wurde 1922 vom Deutschen Institut für Normung (DIN) als DIN 476 veröffentlicht und 1975 von der ISO als ISO 216 übernommen. Heute gilt sie in fast allen Ländern der Welt — Ausnahmen sind die USA, Kanada und einige weitere Länder, die weiterhin die amerikanischen Formate Letter (216 × 279 mm) und Legal (216 × 356 mm) verwenden.
Die drei geregelten Serien: A-Reihe (Schreib- und Druckpapier — A0 bis A10), B-Reihe (etwas größer als A, für Bücher und Poster), C-Reihe (für Umschläge, so dimensioniert dass ein A4-Blatt gefaltet hineinpasst). Für Drucker und Kopierer ist vor allem die A-Reihe relevant: A4 (210 × 297 mm) als Standard-Büroformat, A3 (297 × 420 mm) für Pläne und Tabellen, A5 (148 × 210 mm) für Notizblöcke und Formulare.
Warum das für Drucker und Kopierer wichtig ist: Gerät und Druckertreiber müssen das tatsächlich eingelegte Format kennen. Stimmt das Papierformat im Fach nicht mit der Einstellung im Treiber überein, entstehen abgeschnittene Inhalte, Papierstaus oder falsch skalierte Ausdrucke. Moderne Multifunktionsgeräte erkennen das Format automatisch via Sensors — ältere Geräte müssen manuell eingestellt werden.