Falzen (auch: Falzung) bezeichnet das kontrollierte Falten eines Bogens Papier oder Karton entlang einer definierten Linie (Falzkante). Das Wort „falzen" kommt vom mittelhochdeutschen „valzen" und bedeutet im Kern: in eine Form bringen. Im heutigen Büro- und Druckbetrieb ist Falzen ein zentraler Nachverarbeitungsschritt — immer dann, wenn gedruckte Seiten in Kuverts passen, zu Flyern zusammengelegt oder zu Broschüren zusammengeheftet werden sollen.
Bedeutung des Falzens nach Anwendungsfall: Bei der Korrespondenz-Falzung (Brief an DIN-Lang-Kuvert) entsteht der klassische Wickelfalz — eine DIN-A4-Seite wird dreigeteilt, sodass die Adresse im Fenster des Kuverts erscheint. Bei Werbeprospekten sind Zickzack-Falzung (Z-Falz) und Doppelparallel-Falzung verbreitet, die mehr Lagen und damit mehr Inhalte auf engem Raum ermöglichen. Für Broschüren kommt der Kreuzfalz zum Einsatz, bei dem zwei senkrecht aufeinander stehende Falze ein Heft-Format erzeugen.
Im Unternehmenskontext unterscheidet man drei Wege zum Falzergebnis: manuelles Falzen (per Hand, ohne Hilfsmittel — bei kleinen Stückzahlen), Falzmaschine (eigenständiges Gerät, 6.000–12.000 Blatt/Stunde, ideal für mittlere Postvolumen) und Finisher mit integrierter Falzeinheit (direkt am Multifunktionsgerät, automatisch nach dem Druck). Digital-Direkt liefert und wartet alle drei Geräteklassen und berät herstellerunabhängig nach tatsächlichem Bedarf.